Ratgeber

Was ist eine paritätische Kommission?

Das belgische Verhandlungsgremium einer Branche, in dem Arbeitgeber und Gewerkschaften über Mindestlöhne, Prämien und Arbeitsbedingungen verhandeln.

Eine paritätische Kommission — auf Niederländisch paritair comité, auf Französisch commission paritaire — ist das belgische Branchengremium, in dem Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften gleich stark vertreten sind. Jeder private Arbeitgeber gehört einer Kommission an; die Nummer, etwa PK 200 oder PK 124, steht gewöhnlich auf Lohnabrechnung oder Arbeitsvertrag.

Die Kommission schließt kollektive Arbeitsabkommen für die gesamte Branche. Darin stehen unter anderem sektorale Mindestlöhne, Einstufungen, Dienstaltersregeln, Jahresendprämien, Mahlzeitschecks und Kündigungsmodalitäten. Welche Mindestbedingungen gelten, hängt deshalb wesentlich von der zuständigen Kommission ab; der FÖD Beschäftigung veröffentlicht die Tabellen je (Unter-)Kommission.

Häufige Fragen

Wie finde ich meine paritätische Kommission?

Prüfe deine Lohnabrechnung oder deinen Arbeitsvertrag; dort muss die Nummer stehen. Bei Zweifeln helfen dir dein Arbeitgeber oder eine Gewerkschaft weiter.

Warum ist die Kommission für meinen Lohn wichtig?

Weil Mindestlöhne, Jahresendprämien und Zusatzleistungen je Kommission kollektiv festgelegt werden. Derselbe Beruf kann daher in zwei Branchen unterschiedlichen Mindestbedingungen unterliegen.

Amtliche Quellen

Verwandte Begriffe